Nisyros
Der Mythologie zufolge verfolgte der Meeresgott Poseidon den gefürchteten Giganten Polybotes über Land und Meer, um Zeus im Kampf gegen die Titanen beizustehen. Kurz bevor er die Insel Kos erreichte, brach er mit seinem Dreizack ein Stück der Insel ab, warf es auf Polybotes und begrub ihn schließlich darunter. Der von der Insel Kos abgebrochene Teil ist die Insel Nisyros. An der Stelle, an der sich der Mund des Polybotes befand, entstand der Vulkan. Die immer wieder auftretenden Vibrationen des Erdbodens sind dabei nichts anderes als das Röcheln des begrabenen Titanen.
 
Das geschichtliche Schicksal der Insel Nisyros gleicht dem der übrigen Inseln im südöstlichen Raum der Ägäis. Im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. erlebt die Insel ihre Blütezeit. Nisyros wird zunächst von den Persern besetzt, in der Folge von den Athenern befreit wird, gerät dann nach Beteiligung am Athener Bund unter makedonische Herrschaft und bildet schließlich einen Teil des Römischen Reichs. Der römischen und byzantinischen Zeit des Friedens, in der die Inseln aufgrund ihrer Lage zwischen Ost und West ihre Blütezeit erlebten, folgen Jahrhunderte der Zerstörung, des Schreckens und der Unsicherheit, die mit den Kriegszügen der Araber ihren Anfang nehmen. Das Meer bietet keinen Schutz mehr und die Bevölkerung wird dazu gezwungen, sich von der Küste zurückzuziehen. Bezeichnendes Beispiel dafür ist das antike Nikaia, das von seinen Bewohnern verlassen wurde. Die Dorfbewohner zogen sich in eine geschützte Bergregion zurück, die sie Nikia benannten.
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